Über Igling feiert - Geschichte der Vereine

Schloßschützengesellschaft Igling e.V 
Sportverein Igling e.V. 

150 Jahre Schloßschützen & 60 Jahre Sportverein

Die Geschichte der Schloßschützengesellschaft Igling 

Die Schloßschützengesellschaft Igling e. V. ist eng mit der Geschichte des Schlosses Igling und der Gemeinde verbunden. Ihre Gründung wird auf das Jahr 1877 datiert. Viele Mitglieder arbeiteten in der Schlossbrauerei, im Forst oder in der Landwirtschaft. Nach dem Ersten Weltkrieg gingen viele Unterlagen verloren, dennoch konnte die Vereinsgeschichte weitgehend rekonstruiert werden.

 

Ein wichtiger Förderer war Ignaz Wiedemann, der 1902 Bayerischer Landesschützenkönig wurde. Zwischen den Weltkriegen erlebte der Verein eine Blütezeit, ehe der Zweite Weltkrieg das Vereinsleben für mehr als zwölf Jahre unterbrach.

 

1952 erfolgte die Wiedergründung unter Anton Lang. Bereits 1955 konnte eine neue Vereinsfahne geweiht werden. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Verein durch Freundschaftsschießen, Patenschaften und den Bau eines eigenen Schützenheims (Einweihung 1966) stetig weiter. Der Ausbau der Schießstände und die Teilnahme an Rundenwettkämpfen stärkten den Verein zusätzlich.

 

1977 feierte die Schloßschützengesellschaft ihr 100-jähriges Bestehen mit einem großen Fest. Besondere sportliche Erfolge erzielte Sigrid Lang, die Weltmeisterin wurde und sich für die Olympischen Spiele 1984 qualifizierte. Sie blieb dem Verein auch nach ihrer aktiven Karriere eng verbunden.

In den 1980er- und 1990er-Jahren wurden das Vereinsheim renoviert, das Schlossstadel ausgebaut und zahlreiche Feste organisiert. Zum 125-jährigen Jubiläum im Jahr 2002 richtete der Verein das Gauschießen aus. 2005 übernahm er die Patenschaft bei der Fahnenweihe der Unteriglinger Schützen.

 

2009 musste das Schützenheim im Schloss aufgegeben werden. Trotz des Umzugs blieb der Verein aber bestehen. Zusammen mit dem Sportverein war der Umbau der Sportheims geplant und wurde auch umgesetzt. So konnte im Jahr 2017 das neue Sport- und Schützenheim eingeweiht und bezogen werden .

 

Aktuell hat der Verein 180 Mitglieder, zwei Mannschaften schießen im Rundenwettkampf und auch eine Jugendmannschaft im am Start. 

 

Bisherige Schützenmeister:


• Robert Rauch (1920–1934)
• Anton Lang (1934–1953)
• Anton Wimmer (1953–1955)
• Johann Knoller (1955–1956)
• Karl Waltl (1956–1960)
• Vinzenz Zingler (1960–1969)
• Johann Glier (1969–2003)
• Wolfgang Glier (2003 - 2018)

• Richard Schorer (seit 2018)
 

Die Geschichte des Sportvereins

 

„Freunde und Gönner des Fußballsports haben sich zu einer Aussprache betreff Gründung eines Sportvereins im Gasthof Schmelcher in Oberigling zusammengefunden. Die Versammlung war sehr gut besucht.“

Mit diesen Worten beginnt die Niederschrift der Gründungsversammlung des SV Igling. Am 1. August 1967 wurde der Verein offiziell gegründet. Die 55 Teilnehmer der Versammlung wählten Heinz Neuschwender zum ersten Vorsitzenden.

Die Anfänge des Fußballs

 

Fußball war in Igling bereits vor und nach dem Zweiten Weltkrieg ein beliebter Freizeitsport. Die jungen Männer trafen sich zunächst im Schulgarten, zeitweise in Großkitzighofen und ab 1955 in Kaufering zum Spielen. Mit der Gründung des Sportvereins kehrte der Fußball schließlich nach Igling zurück.

 

Anfangs bestritt die Mannschaft ausschließlich Freundschaftsspiele. Bereits in der Saison 1968/69 nahm sie erstmals am offiziellen Punktspielbetrieb teil. Gespielt wurde zunächst auf dem Sportplatz an der heutigen Schule. Nach dem Neubau der Schule zog der SV Igling 1970 auf das heutige Sportgelände südlich der Bahnlinie um.

 

Anfang der 1980er-Jahre begann der Bau des Sportheims, das 1981 fertiggestellt wurde. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Gebäude erweitert und umfassend saniert. Gemeinsam mit den Schloßschützen entstand – getragen von fast 20.000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden – ein modernes Sportzentrum, das im Sommer 2017 feierlich eingeweiht wurde. Heute finden dort die Abteilungen Fußball, Schützen und Tennis optimale Bedingungen vor.

Sportliche Entwicklung der Fußballer

 

Die erste Fußballmannschaft erlebte im Laufe ihrer Vereinsgeschichte zahlreiche Höhen und Tiefen. In der Saison 1978/79 gelang überraschend der Aufstieg in die Kreisliga, in der sich der SV Igling vier Jahre behauptete.

Nach dem Abstieg spielte die Mannschaft in der Kreisklasse Südschwaben zunächst überwiegend gegen den Abstieg. Erst Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre rückten die Aufstiegsplätze wieder in Reichweite. Mit dem Abstieg in die A-Klasse wechselte der Verein 1992 vom Bezirk Schwaben nach Oberbayern. Der Neuanfang verlief jedoch schwierig.

In der Saison 1997/98 verpasste der SV Igling im Entscheidungsspiel gegen Schwabbruck den Aufstieg in die Kreisklasse. Es folgten sportlich schwierige Jahre, bis der Spielbetrieb im Jahr 2002 sogar für zwei Jahre eingestellt werden musste.

Nach dem Neustart gelang zwar rasch der Wiederaufstieg in die B-Klasse, doch erst 2013 kehrte der Verein in die A-Klasse zurück. Von dort aus begann ein bemerkenswerter Aufschwung: Unter Trainer und SVI-Urgestein Georg Wilbiller schaffte die junge Mannschaft 2017 den Durchmarsch von der A-Klasse bis in die Kreisliga – pünktlich zum 50-jährigen Vereinsjubiläum und zur Einweihung des erweiterten Sportheims.

Die Entwicklung weiterer Abteilungen

 

Fünf Jahre nach der Vereinsgründung erhielt der SV Igling erstmals Zuwachs. Nach der Fertigstellung der Sporthalle wurde eine Damengymnastikgruppe gegründet und damit die Sparte Turnen ins Leben gerufen.

 

In den folgenden Jahren wuchs das Angebot kontinuierlich: 1976 kam das Kinderturnen hinzu, 1989 der Seniorensport. Am 15. Oktober 1983 gründeten sportbegeisterte Iglinger, die neben Fußball und Tischtennis eine weitere Betätigung suchten, die Männergymnastik. Aus dieser Gruppe entwickelte sich später der Volleyballsport. 

Seit 2004 besteht die Volleyballgruppe in ihrer heutigen Form.

 

Ergänzt wird das Angebot der Sparte seit 2003 durch Nordic Walking.

Die Tischtennisabteilung

 

Bereits 1957 wurde in Igling Tischtennis gespielt. Davon zeugt eine Rechnung vom 29. März 1957, die den Kauf von sechs Tischtennisbällen dokumentiert. Gespielt wurde damals im Saal des Gasthauses „Weißes Lamm“ in Unterigling.

Der Bau der Turnhalle gab schließlich den entscheidenden Impuls zur Gründung einer eigenen Tischtennisabteilung. Diese entstand am 5. März 1973. Bereits im Herbst 1974 nahmen zwei Herrenmannschaften erstmals am offiziellen Punktspielbetrieb teil.

Die Tennisabteilung

 

Viele Jahre wurde auf dem Hartplatz an der Iglinger Grundschule Tennis gespielt. Mit den Erfolgen von Steffi Graf und Boris Becker wuchs Ende der 1980er-Jahre das Interesse am Tennissport auch in Igling deutlich.

1990 wurde die Tennisabteilung gegründet. 

 

Als erster Abteilungsleiter und späterer Vereinsvorsitzender setzte sich Günter Först maßgeblich für den Bau eines Tennisplatzes nördlich des Fußballplatzes ein. 

 

Die Anlage wurde bereits ab Juli 1994 genutzt und am 4. Juni 1995 von Pfarrer Ernst Wollitz offiziell eingeweiht.

 

Der Sportverein zählt derzeit ca. 1300 Mitglieder und ist somit einer der größen Vereine im Landkreis Landsberg. 

Die Vorsitzenden des SV Igling

  • 1967 bis 1971 ⇒ Heinz Neuschwender
  • 1971 bis 1974 ⇒ Ignaz Schorer
  • 1974 bis 1979 ⇒ Horst Nitschmann
  • 1979 bis 1990 ⇒ Johann Rid
  • 1990 bis 2009 ⇒ Günter Först
  • 2009 bis 2017 ⇒ Magnus Höfler
  • Seit 2017 ⇒ Nicole Schleicher

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